Mit Babys altersgemäß sprechen


Die geistige Entwicklung fördern
Mit Babys altersgemäß sprechen

Dreijährige aus besser situierten Familien haben einen doppelt so großen Wortschatz wie sozial benachteiligte Kinder. Dabei kommt es gar nicht auf das Geld an. Kinder brauchen für ihre geistige Entwicklung vor allem Eltern, die auf sie eingehen und altersgemäß mit ihnen sprechen.

Babys hören auf Ammensprache

Sehr kleinen Kindern gegenüber schlagen die meisten Menschen instinktiv den richtigen Ton an. Sie sprechen mit hoher Stimme, dehnen die Vokale, betonen übermäßig und wiederholen ihre Aussagen. Diese Ammensprache kommt bei den Jüngsten am besten an. Melden sich die Kleinen dann selbst zu Wort, ist es wichtig, sie bei ihren ersten Klangexperimenten zu ermutigen. Hier hat es sich bewährt, Laute zu wiederholen oder leicht zu verändern. Das lädt zum Nach- und Mitmachen ein. 

Zeit der Zeichensprache

Babys sind wahre Sprachgenies. Ihr Wortschatz wächst rapide. Bereits mit einem halben Jahr kennen sie viele Worte. Bis sie richtig sprechen können, behelfen sich viele Kinder mit Zeichensprache. Kluge Eltern unterstreichen ihre Worte nun ebenfalls mit Gesten. Als Gesprächsgegenstand eignen sich alltägliche Handlungen und Ereignisse. Sie sind für die Kleinen jetzt von besonderem Interesse. 

Frage und Antwort Spiel

Eineinhalb-Jährige beherrschen bereits die Kunst, Fragen zu stellen und zu beantworten. Dies lässt sich zum Beispiel beim Betrachten eines Bilderbuchs ausbauen. Die Auswahl an Wo- und Was-Fragen ist nahezu unbegrenzt. Außerdem dürfen immer mehr Worte ins Spiel kommen. Denn der aktive Wortschatz der Kleinen wächst nun von Tag zu Tag. 

Erzähl mir eine Geschichte

‚Warum‘ lautet eines der wichtigsten Worte im Vokabular Dreijähriger. Aufmerksame Eltern stillen nicht nur den Wissensdurst ihrer Kinder. Sie ermuntern ihrerseits mit Warum- und Wie-Fragen zum Erklären und Berichten. Das bietet sich nun besonders an, denn Kinder dieses Alters unterscheiden zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Damit beginnt die Zeit des Geschichtenerzählens. Wer diese Gabe fördert, wird später mit guten Aufsätzen belohnt werden.

Quelle: Kinder- und Jugendärzte im Netz

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