Sanfte Hilfe bei Halsschmerzen


Heilpflanzen und Hausmittel nutzen
Sanfte Hilfe bei Halsschmerzen

Gegen Halsschmerzen ist ein Kraut gewachsen. In Großmutters Ideenschatz warten viele Hausmittel und Heilpflanzen darauf, entdeckt zu werden. Diese kleinen Tricks wirken auch noch heute vortrefflich.  

„Pflanzliche Medikamente haben sich gegen Halsschmerzen bewährt“, weiß Gabriele Overwiening aus dem Geschäftsführenden Vorstand der Bundesapothekerkammer. Extrakte aus Heilpflanzen gleichen einem effektvollen Cocktail. Je nach Pflanzenart wirken sie heilungsfördernd, entzündungshemmend oder antibakteriell. Die geballte Pflanzenkraft kommt als Extrakte, Dragees oder Lutschtabletten in den Handel.

Wie Heilpflanzen gegen Halsschmerzen helfen

Schleimstoffe aus Isländisch Moos und Spitzwegerich bilden einen lindernden Schutzfilm über der gereizten Halsschleimhaut. Thymian, Eukalyptus und Primelwurzel wirken genau umgekehrt. Sie helfen dabei, zähen festsitzenden Schleim abzuhusten. Dadurch vertreiben sie den so genannten Frosch im Hals. Kamillenextrakt beschleunigt den Heilungsprozess. Zusätzlich wirkt es gegen Bakterien. Die Gerbstoffe im Salbei machen die Halsschleimhaut widerstandsfähiger. Oft gehen die Halsschmerzen einer Erkältung voraus. Dann braucht das Immunsystem Unterstützung in Form von Echinacea-, Färberdistel-und Thujaextrakten.

Hausmittel bieten sanfte Hilfe

„Wer noch mehr für sich tun will, kann ein Hausmittel ausprobieren und so die medikamentöse Behandlung unterstützen“, rät Overwiening. Empfehlenswert sind zum Beispiel Gurgellösungen aus Salbei- oder Kamillentee. Ebenfalls zum Gurgeln eignet sich eine Lösung aus einem Viertel Teelöffel Salz und einem Glas kaltem oder warmen Wasser. Zur Schmerzlinderung empfiehlt die Apothekerin einen Halswickel. Hierzu legt man ein in lauwarmes Wasser getränktes Baumwolltuch auf den Hals, umwickelt es mit einem Wollschal und belässt es dort für etwa eine halbe Stunde. Halsschmerzen sind ein Fall für den Arzt, wenn sie länger als eine Woche anhalten und mit Schluckbeschwerden, stark geschwollenen Lymphknoten und Fieber über 39°C einhergehen.  

Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

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