Erblindung durch Arterienverschluss


Schnell handeln bei Sehstörung
Erblindung durch Arterienverschluss

Die Krankheit ist selten, aber gravierend: Beim retinalen Arterienverschluss (RAV) erblindet das Auge ganz plötzlich. Für eine erfolgreiche Behandlung zählt daher jede Sekunde.

Blind durch eingeschwemmten Blutgerinnsel

In den meisten Fällen verursacht ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel (Embolus) den RAV, indem die Zentralarterie der Netzhaut verstopft, wodurch die Netzhaut nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Selten kann auch eine entzündete Schläfenarterie der Grund sein. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 65 und 70 Jahren.

In den meisten Fällen dauerhafte Erblindung

Eine Therapie des RAV ist lediglich in den ersten Stunden nach dem Arterienverschluss möglich: Zwar gibt es die Möglichkeit einer spontanen Besserung in den nächsten Tagen, doch in den allermeisten Fällen erblinden die Betroffenen dauerhaft. Besonders heikel: Da die Krankheit vergleichsweise unbekannt ist, gehen nur wenige Menschen sofort bei den ersten Anzeichen zum Augenarzt.

Möglicher Vorbote eines Schlaganfalls

Die Folgen können sogar noch gravierender sein: Nach einer Embolie der Netzhaut-Arterie kann es zu einem Schlaganfall kommen. Daher lohnt sich eventuell eine stationäre Aufnahme und gründliche Untersuchung des Patienten. Ist eine entzündete Schläfenarterie ursächlich, kann innerhalb kurzer Zeit auch das zweite Auge erblinden. Hier hilft eine Behandlung mit hoch dosiertem Kortisol.

Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

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